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Buchhandlung am Sand - Buchtipps
Es war wieder Lesezeit
Margret Kroll ist begeistert von:

Joachim Meyerhoff, 'Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war'    

Was für ein merkwürdiger Titel, schon 2013 erschienen, aber von mir nicht beachtet, von Kunden öfter gewünscht. - Und dann war da der Freund der sagte: “Ich habe solange nicht gelesen. Jetzt ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das hat mir soviel Spaß gemacht, ich habe soviel gelacht und war total berührt.” Mein Interesse war geweckt und jetzt möchte ich es ihnen auch empfehlen:

Der Autor ist 1967 in Homburg geboren und ist mit den Eltern und beiden größeren Brüdern nach Schleswig gezogen. Der Vater war in Schleswig Leiter des Landeskrankenhauses mit über 1200 Patienten. Für den jungen Joachim ist es normal sich zwischen Hunderten von geistig und körperlich Behinderten über das Anstaltsgelände zu bewegen. Joachim Meyerhoff erzählt amüsant und liebevoll von seiner außergewöhnlichen Familie, an diesem ungewöhnlichen Ort. Von einem Vater, der im Privatleben meist im Ledersessel sitzt, liest und neue Hobbys entdeckt, bei denen er kläglich versagt oder durch die er seiner Frau zusätzliche Arbeit bereitet (z.B. Haus an der Schlei.) Von einer Mutter, die alles wunderbar organisiert, aber nicht allzu glücklich scheint sowie von zwei größeren Brüdern, mit großem Freundeskreis und vielen Hobbys - eins davon: den kleinen Joachim auf die Palme zu bringen, ein schnell erreichtes Ziel, da dieser oft von großem Zorn gepackt wird.

Wir Leser dürfen teilhaben an einem prallen Familienleben, an Erinnerungen, an Dingen, die vielleicht doch nicht so waren und zu denen auch tragische Ereignisse gehören. Ein pralles zum Lesen bringendes Buch, das auch besonders die feinen Töne einfängt. Ein zweiter Titel : 'Alle Vögel fliegen hoch Amerika' ist früher erschienen und handelt von Joachims Zeit als Austauschschüler in Amerika.

Joachim Meyerhoff gehört momentan zum Ensemble des Schauspielhauses hier in Hamburg.

LESEPROBE

Kiepenheuer & Witsch Verlag - gebunden - 350 Seiten - Preis: 19,99 € - ISBN 978-3-462-04516-1

 

Rhidian Brook, 'Niemandsland'

Inspiriert vom Großvater lässt der Autor diesen Roman im zerstörten Hamburg unter britischer Besatzung spielen:

1945 wurde Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Man sagt, die Franzosen bekamen den Wein, die Amerikaner die schöne Aussicht und die Briten die Ruinen. Die Geschichte beginnt 1946 in Hamburg. Nach der Kapitulation liegt Hamburg in Trümmern. Es ist ein harter Winter, die Stadt ist voll von Flüchtlingen und alle leiden unter Hunger und Kälte. Colonel Lewis, eine der Hauptfiguren, ist stationiert, um die Entnazifizierung und den Wiederaufbau voranzutreiben. Er lässt seine Familie aus dem auch in Trümmern liegenden London nachreisen, und ihnen wird ein Quartier in einer Villa in Blankenese zugewiesen. Im Gegensatz zu anderen Britischen Offizieren empfindet er die Villa als zu groß und er lässt die deutsche Familie dort weiterhin wohnen. Herr Lubert muss mit seiner Tochter in den Dienstbotentrakt ziehen und das deutsche Personal wird übernommen. Mrs. Lewis ist von der Entscheidung entsetzt mit dem Feind unter einem Dach wohnen zu müssen. Bei Bombenangriffen auf London haben sie selbst einen Sohn verloren. Mit dem zweiten Sohn der Familie und dem Leitfaden für Britische Soldaten in Deutschland reist sie an und die Geschichte beginnt. Wie soll das gehen?

Jede Familie hat ihre Geschichte, voll mit Verlusten und Ängsten.. Gibt es trotzdem die Möglichkeit einer Annäherung zwischen ihnen? Eindrucksvoll wird die Stimmung in der zerstörten Stadt eingefangen; der langsam aufkeimende Hoffnungsschimmer auf einen Neuanfang, mitten zwischen Trümmerfrauen, Kriegsheimkehrern, Hunger und Kohlenklau. Ein besonderes Augenmerk hat der Autor auf die Jugendlichen, egal ob Briten oder Deutsche, geprägt durch die Kriegsjahre und verlorenen Ideale. Wie werden sie sich entwickeln? Sie sind die kommende Generation.....

Ein für mich sehr gelungener Nachkriegsroman über einen Neuanfang, aber auch über Vergangenheitsbewältigung. Das Ende der Besatzungszone war 1949 und der Großvater von Lewis bewohnte in Wahrheit eine Villa in Wedel.

LESEPROBE

Bertelsman Verlag - gebunden - 378 Seiten - Preis: 19,99 € - ISBN: 978-3-5701-0128-5

 

Roy Jacobsen, 'Die Unsichtbaren'

Klein aber fein

Der Autor Roy Jacobsen dürfte einigen schon bekannt sein. „Der Sommer in dem Linda schwimmen lernte“ ist ein weiterer großartiger Titel von ihm. 'Die Unsichtbaren' ist ein neuer Roman, der wieder in Norwegen spielt, diesmal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Barroy ist eine kleine Insel in Norwegens Schärengürtel. Dort lebt die Familie Barroy seit Generationen. Hans und Maria leben dort mit Ingrid ihrer kleinen Tochter, dem Großvater und Barbro, der Schwester von Hans. Es ist ein hartes Leben, die Familie lebt von den Erträgen der Landwirtschaft und im Winter geht Hans für Monate auf Heringsfang. Wir begleiten die Familie über 15 Jahre. Die Geschichte ist in kurze Kapitel eingeteilt, aber diese Landschafts- und Naturbeschreibungen sind einfach wunderbar. Der Autor fängt die Stimmungen mit wenigen Worten ein. Die Personen mit ihren Stimmungen und Charakteren habe ich schnell vor Augen gehabt. Eine Familie mit einer großen Liebe zu ihrer Insel. Wer die Insel verlässt und wer wiederkommt; das nimmt den Leser gefangen. Der Titel 'Die Unsichtbaren' - tja, ich glaube das sind die vorherigen Generationen und wir, die Leser, die Beobachter. Ich war es gerne - ein sprachlicher Genuss.

LESEPROBE

Osburg Verlag - gebunden -  270 Seiten - Preis: 19,99 € - ISBN 978-3-955-10035-3

 

 

 
























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