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Buchhandlung am Sand - Buchtipps
Und zum Vierten
Sarah Wald ist begeistert von

Buchtipp Nr. 1:

Drei Frauen - drei Generationen

Jenny Downham, „Die Ungehörigkeit des Glücks“

Unglückliche Umstände zwingen Caroline ihre Mutter Mary vorübergehend bei sich aufzunehmen. Nur widerwillig stimmt Caroline dem zu, denn ihr Verhältnis zu Mary ist seit jeher angespannt, ließ Mary doch als 17 jährige ihre kleine Tochter in der Obhut ihrer älteren Schwester Pat zurück, um ihre Träume vom Leben als Schauspielerin zu verwirklichen. Seitdem Mary dann Jahre später plötzlich versuchte Caroline eine Mutter zu sein und gnadenlos dabei scheiterte, haben die beiden keinen besonderen Kontakt mehr.

Während Caroline nun versucht schnellstmöglich einen Platz in einer Pflegeeinrichtung für die zunehmend demente Mary zu bekommen und jeglicher Annäherung aus dem Weg geht, ist ihre eigene Tochter Katie ganz angetan von der interessanten alten Dame, die ihre – bis dahin unbekannte – Großmutter sein soll. Da Caroline selbst sehr wenig über ihre Vergangenheit und die Differenzen mit ihrer Mutter preisgibt, auf Katies Nachfragen unwirsch und zurückweisend reagiert, ist Katie ganz angestachelt mehr über das Leben ihrer Großmutter herauszufinden und darüber, was eigentlich zwischen den beiden Frauen vorgefallen ist. Unterbrochen von Marys Aussetzern, erfährt Katie nach und nach die Geschichte von Mary und Caroline und das die Wahrheit eine ganz andere ist bzw. dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt.

In Mary selbst findet Katie eine Verbündete, der sie sich öffnen kann, denn auch sie steckt gerade in einer Krise und ist auf der Suche nach ihrer Identität.

Die Geschichten der drei ganz unterschiedlichen Frauen unterschiedlicher Generationen, haben mich sofort gefesselt und berührt. Es ist spannend zu erfahren, was sie geprägt hat, wie Marys Kindheit aussah und warum sie ihre Tochter der Obhut ihrer Schwester überlies, warum Caroline eine so strenge und kontrollierende Mutter geworden ist, die jegliche Annäherung mit ihrer Mutter aus dem Weg geht und welchen Weg Katie einschlägt, die ihrer eigenen Identität auf der Spur ist.

C. Bertelsmann Verlag – gebunden – 479 Seiten – Preis: 19,99 € - ISBN: 978-3-570-10292-3

 

Buchtipp Nr. 2:

 

Benedict Wells, „Vom Ende der Einsamkeit“

Die glückliche und behütete Kindheit von Jules und seinen Geschwistern Marty und Liz nimmt ein jähes Ende, als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. 11, 14 und 17 Jahre sind sie alt und ganz unterschiedliche Charaktere. Während Jules, der jüngste, bisher ziemlich selbstbewusst und draufgängerisch durchs Leben tobte, ist sein Bruder Marty eher zurückhaltender und grüblerischer. Schon früh hockt er nur in seinem Zimmer und interessiert sich für wissenschaftliche Probleme. Liz, die älteste, ist auch eher extrovertiert. Ein Mädchen, welches sich ihres guten Aussehens bewusst ist, gekonnt damit spielt und einige Grenzen sprengt.

In dem Moment, in dem sie ihre Eltern verlieren, zerbricht alles, was sie bis dahin hatten. Schon bald müsse sie ihr Zuhause verlassen um auf ein staatliches Internat auf dem Lande zu gehen. Obwohl die Geschwister dort gemeinsam hinkommen, trennen sich ihre Wege dort und jeder versucht sich auf seine Art durchs Leben zu schlagen.

Jules, der die Geschichte erzählt und auf sein Leben zurückblickt, verändert sich von dem selbstbewussten mutigen Jungen in einen schüchternen und ängstlichen Träumer, der mit seinem Schicksal hadert. Nur in Alva, einer Klassenkameradin findet er eine Art Seelenverwandte. Auch wenn sie nicht darüber spricht, ist schnell klar, dass auch sie etwas Schlimmes durchgemacht hat und so finden die beiden verletzten Seelen zueinander und verbringen bis zu ihrem Schulabschluss die meiste Zeit miteinander.

Obwohl Jules mehr als nur Freundschaft für Alva empfindet, verlieren sich die beiden durch einige Missverständnisse und auch Ängste nach ihrem Schulabschluss und treffen erst Jahre später wieder aufeinander.

Der Weg, den Jules nach seiner Zeit auf dem Internat einschlägt ist geprägt von Verirrungen und Scheitern. So recht, weiß er nicht was aus ihm werden soll – sein Jura-Studium bricht er ab, als Fotograf hat er keinen Erfolg -  und auch mit den Frauen, die er grundsätzlich mit Alva vergleicht und auch nicht so nah an sich heranlässt, klappt es nicht. Immer wieder stellt sich für ihn die Frage: Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn seine Eltern nicht so früh gestorben wären? Wäre er noch immer der draufgängerische junge Mann, dem alles viel leichter fiel, dessen Leben ganz anders, sprich besser, gewesen wäre? Oder sind manche Dinge einfach unveränderlich, egal welchen Verlauf das Leben nimmt?

Trotz dieser wahrlich tragischen Geschichte, gelingt es Wells, dass es beim Lesen nie zu emotional oder gar herunterziehend wird. Dafür sorgen vor allem auch die Dialoge der Geschwister untereinander, die in regelmäßigen Abständen, trotz all ihrer Unterschiede aufeinandertreffen, sich auseinandersetzen und füreinander da sind. Es ist sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich sie alle mit ihrem Schicksal umgehen.

Diogenes Verlag – gebunden –368 Seiten – Preis:22 € - ISBN: 978-3-257-06958-7

 















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