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Buchhandlung am Sand - Buchtipps
Frau Wald legt unter den Tannenbaum:

Beate Teresa Hanika: "Das Marillenmädchen"

Seit jeher begleitet Elisabetta der alte Marillenbaum in ihrem Garten. Hat früher ihre Mutter jedes Jahr die Marillen zu Marmelade verarbeitet, widmet sich Elisabetta seit 1940 dieser Aufgabe. Und so besitzt sie einen ziemlichen Vorrat an Marmeladengläsern, datiert auf das jeweilige Jahr. Obwohl sie die Menge alleine gar nicht verzehren kann, verwahrt sie die Marmelade sorgfältig und öffnet nur hin und wieder eines davon. Denn in jedem Glas stecken Unmengen von Erinnerungen - an ihre große Liebe Franz, ihre Tochter Esther und ihre Enkelin Rahel, aber auch an ihre Kindheit in Wien zur Zeit der Nationalsozialisten.

Als auch noch die junge Pola bei ihr zur Untermiete einzieht und die Geister von Elisabettas verstorbenen Schwestern bei ihr ein und aus 'gehen', muss sich Elisabetta ihrer Vergangenheit stellen.

Ganz langsam, sozusagen Glas für Glas, schildert Beate T. Hanika die sehr berührende  Familiengeschichte ihrer Hauptfigur Elisabetta. Da sie so behutsam damit umgeht und so wunderschön erzählt, wird einem erst spät bewusst, wie tragisch diese Geschichte eigentlich ist.

Absolut gelungen!

btb Verlag - gebunden - 256 Seiten - Preis: 19,99 € - ISBN: 978-3-442-75705-3

 

Elif Shafak, "Der Geruch des Paradieses"

Mit ihrem neuen Roman 'Der Geruch des Paradieses' ist der bekannten türkischen Autorin ein gutes Bild der gegenwärtigen Türkei gelungen.

Hauptfigur ist Peri, 35 Jahre alt und Mutter dreier Kinder. Sie ist mit ihrer Tochter auf dem Weg zu einem Geschäftsessen ihres Mannes und bleibt im alltäglichen Istanbuler Stau stecken. So passiert es, dass ihre Handtasche, welche sie wider besseres Wissen kurz auf dem Rücksitz platziert hat, aus dem Auto geklaut wird. Überstürzt nimmt Peri die Verfolgung der Diebe auf und muss bald erkennen, welcher Gefahr sie sich damit aussetzt. Obwohl alles glimpflich für Peri ausgeht, bleibt sie schockiert zurück. Schockiert von ihrem eigenen Verhalten, ihrer kopflosen Handlung und von dem Anblick eines Fotos, welches beim Kampf um ihre Tasche aus dieser gefallen war und sie schmerzlich an Ihre Studienzeit in Oxford erinnert.

Dieses Foto und die aufkommenden Erinnerungen an ihre Kindheit und ihre Studienzeit, lassen Peri im Laufe des Abends nicht mehr los. Während sie zwischen all den erfolgreichen und sich aufspielenden Gästen der Abendgesellschaft sitzt und sich ziemlich verloren vorkommt, schweifen ihre Gedanken immer wieder zu den Ereignissen in ihrer Jugend.

Der Verlauf der Dinnerparty und Rückblicke in Peris Vergangenheit wechseln sich nun ab. Und mit fortschreiten des Romans, bekommt der Leser nicht nur Einblicke in Peris Kindheit und Jugend in Istanbul, sondern nähert sich auch dem Rätsel um das Foto, welches Peri so aufwühlt.

Mit ‚Der Geruch des Paradieses‘ ist Elif Shafak eine interessante und mitreißende Identitätssuche gelungen, welche viele Fragen aufwirft und ein gutes Bild der Türkei bzw. der Zerrissenheit seiner Bewohner vor allem auch zum Thema Religion und Zugehörigkeit zeigt.

Auch die Rahmenhandlung, in welcher gut Personen der Oberschicht über die Politik und die Führung des Landes diskutieren, ist sehr aufschlussreich und erschreckend. Es wird deutlich, dass viele Menschen tatsächlich nicht an eine Demokratie im Nahen Osten glauben, bzw. diese gar nicht befürworten und wie gerne viele von ihnen aus ihrem Land wegziehen würden.

Lesenswert!

Kein & Aber - gebunden - 560 Seiten - Preis: 25 € - ISBN: 978-3-0369-5752-4

 












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