Stumme Herzen

von Carla Guelfenbein

Carla Guelfenbein, Stumme Herzen

Immer noch ein Geheimtipp in Deutschland, dabei schreibt Carla Guelfenbein wunderbare Romane, die jedes Mal tief berühren und stets etwas besonderes sind.

In ihrem vierten Roman (der erste ist leider vergriffen) dreht sich alles um die Schriftstellerin Vera Sigall, die sich über die Jahre einen legendären Ruf erworben hat und nicht nur in Südamerika hoch gefeiert wird beziehungsweise wurde, denn Vera lebt mittlerweile im hohen Alter zurückgezogen und allein in einer kleinen Wohnung in der Hauptstadt Santiago de Chile. Eines Tages stürzt sie die Treppe in ihrem Haus hinunter, verletzt sich schwer und fällt ins Koma. Ihr Nachbar Daniel hatte sich zuvor schon intensiv um Vera gekümmert, nun ist er fast jeden Tag im Krankenhaus. Dort trifft er auf die junge Emilia, die extra wegen Vera Sigall nach Chile gereist ist. Aber warum? Zudem wird rückblickend Veras Vergangenheit beleuchtet, eine tragende Rolle spielt dabei der berühmte Lyriker Horacio Infant. Und alles scheint miteinander verwoben zu sein…

Mich hat dieses Buch wieder stark beeindruckt. Die Sprache ist fein, die Erzählperspektiven wechseln immer im richtigen Moment und die Handlung selber berührt auch. Völlig zufrieden und glücklich bleibt man nach der Lektüre zurück, was will man mehr?

(Georg Schmitt)

LESEPROBE

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