Der falsche Vermeer

Patrick van Odijk, Der falsche Vermeer, Pendragon Verlag

Ein unbekanntes Bild von Vermeer und ein ungeahnter Kunstskandal.

Nach der Befreiung der Niederlande 1945 herrscht ein Klima des Aufbruchs und Neuanfangs. Jetzt sind neue Stimmen gefragt, wie die der jungen Reporterin Meg van Hettema, die zuvor bereits im Untergrund geschrieben hat und sich jetzt keineswegs mit dem Schreiben von Alltagsgeschichten zufrieden geben will. Bei ihren Recherchen stösst sie auf den Fall des Malers Jan van Aelst, dem vorgeworfen wird, niederländische Kunst an die Nazis, speziell ein unbekanntes Werk von Vermeer an Göring verkauft zu haben.

Der Zorn der Niederländer ist groß, aber der Künstler besteht darauf, die Nazis ausgetrickst und im Gegenzug viele alte niederländische Werke eingetauscht und somit für die Niederlande erhalten zu haben: Was für ein Labyrinth an Geheimnissen, aber auch eine Chance für die junge Reporterin.

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit um den Kunstfälscher Han van Meegeren und einem der größten Kunstskandale der Nachkriegszeit. Der Leser erhält einen faszinierenden Einblick in die Welt der Malerei mit all ihren Eitelkeiten und der fast krimihaften Story.

Als Anmerkung noch zum Thema: 2004 wurde bei Sothebys Vermeers „Junge Frau am Virginal“ für 24,26 Millionen versteigert. Auch bei diesem Werk waren die Kunstsachverständigen lange unsicher ob es echt ist. Leider gibt es von Vermeer nur sehr wenige Bilder und die Kunstszene hatte lange gehofft doch noch Frühwerke von ihm zu entdecken.

(Margret Kroll)

Informationen :
  • Stand April 2024
  • Pendragon Verlag – gebunden – 515 Seiten
  • Preis : 26,00 €
  • ISBN : 978-386532-864-9
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