Der Freund

Ein Roman von Sigrid Nunez

Nunez der freund

Aus dem Englischen von Anette Grube

Ein Schriftsteller nimmt sich das Leben und hinterlässt seiner besten Freundin seine riesige Harlekindogge, denn der Ehefrau Nummer 3 ist dies keinesfalls zuzumuten und naja vielleicht wusste er wirklich nicht, dass sie in ihrer winzigen New Yorker Wohnung keine Hunde halten darf. Die Freundin und Erzählerin setzt sich über das Verbot hinweg, sie lässt es darauf ankommen, sie kann einfach nicht anders und kümmert sich um den depressiven Hund. Die beiden kommen sich schüchtern näher, trauern zusammen und nach und nach gelingt es ihnen sogar sich gegenseitig Trost zu spenden, unter anderem liest sie ihm Knausgard vor….

„Der Freund“ ist kein Hundebuch in dem Sinne, es geht um Trauer, Freundschaft, Liebe und ganz besonders das Schreiben und der Literaturbetrieb sind die zentralen Themen dieses großartigen Buches. Ich mochte alles, alles an diesem Buch. Die Art, wie die Gedanken der Autorin zu all den kleinen Anekdoten und Erlebnissen mit ihrem Freund (also dem Verstorbenen, nicht dem Hund) fließen und wie sie ihre und seine Geschichte erzählt. Die ganze Stimmung. Das Gefühl, das ausgedrückt wird, dass es in New York spielt und alles was sie über ihr Leben als Schriftstellerin, als Leiterin von Schreibkursen, über Literatur und auch über Selbstmord und über ihre Freundschaft zu dem „Freund“ so wunderbar ausführt. Ein sehr sehr schönes Buch! Und Frau Gesterding hat es vor mir gelesen und war auch sehr angetan und wusste, dass es etwas für mich sein würde. Und Recht hatte sie!

(Katja Cebulla)

Informationen:
  • Stand: März 2020
  • Aufbau Verlag – gebunden – 235 Seiten
  • Preis: 20,- €
  • ISBN: 978-3-351-03486-3

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