Der Halbbart

Ein Roman von Charles Lewinsky

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Wir schreiben das Jahr 1313 und Eusebius, gennant Sebi schließt Freundschaft mit dem Fremdling, der von weither zu kommen scheint – dem „Halbbart“.

Dieser hat einiges erlebt, und so hilft er dem Jungen mit Ratschlägen durchs Leben, welches gar nicht so einfach zu durchschauen ist. Gefährlich ist es, aber auch verwirrend, denn nicht nur die Mönche im nahegelegenen Kloster, in welchem Sebi eines Tages für einige Zeit landet, sondern auch die Soldaten und die Reichen sind nicht immer die, für die sie man hält.

Sebi versucht stets, Gut und Böse auseinanderzuhalten, aber es passiert so viel, daß ihm mitunter ganz schwindelig wird.

Man kann Sebi einfach nur ins Herz schließen. Seine Denk- und Sichtweise auf das Geschehen ringsum ist ein einfach wunderbar. Im Grunde ist er zwar, wie er selber meint , ein „Finöggel“ (= Angsthase), aber wenigtens ist und bleibt er stets ehrlich.

Hinzu kommen in der Geschichte viele weitere interessante Figuren: Neben seinen großen Brüdern, dem Poli und dem Geni und dem genannten „Halbbart“ ist es zum Beispiel die „Teufels-Annelie“, die von Dorf zu Dorf zieht, um den Menschen Schauermärchen vom Widersacher Gottes zu erzählen. Diese Teufels-Annelie ist es auch, die noch eine besondere Rolle in Sebis Leben spielen wird, denn so wie sie, läßt auch der Junge sich gerne Geschichten einfallen, um die Mitmenschen zu unterhalten.

Oft mußte ich in mich hineinkichern, um dann bei einer nächsten Szene aufgrund der Grausamkeit der Menschheit zu schlucken. „Der Halbbart“ ist ein wahrlich unterhaltsamer und hinreißender Roman, der mir sehr viel Freude bereitet hat.

(Georg Schmitt)

Informationen:
  • Stand: November 2020
  • Diogenes Verlag – gebunden – 688 Seiten
  • Preis: 26,- €
  • ISBN 978-3-257-07136-8

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