Die Frauen vom Jungfernstieg – Gerdas Entscheidung

Ein Roman von Lena Johannsen

Ende des 19 Jahrhunderts hat Paul Carl Beiersdorf seine Firma gerade mal seit zehn Jahren und bietet sie nun zum Verkauf an. Ein Apotheker aus Schlesien und seine zukünftige Frau Gerda, Tochter eines Apothekers, kaufen die Firma und ziehen nach Hamburg. Sein Name ist Oskar Troplowitz. Er hat viele Ideen und ist innovativ. Sehr zum Missfallen der Hamburger Bürger. (Nicht jeder Bewohner Hamburgs dieser Zeit war auch ein Bürger Hamburgs).  Neidisch sind sie auf den schlesischen Juden, mit den guten Ideen.

Troplowitz versucht u.a. ein hautverträgliches Pflaster herzustellen und ein technisches Klebeband, das spätere Tesafilm. Große Reklametafeln stellt er auf, erweitert in kurzer Zeit sein Werk in Eimsbüttel und zahlt Weihnachtsgeld an seine Arbeiter .

Gerda seine Frau beginnt Salonabende in ihrer Villa einzurichten und trifft auf die Künstlerin Irma, die in Gerda eine Vertraute findet. Sie wird für Oskar neuartige Werbemittel gestalten, zusammen mit Toni, einer jungen Witwe die Unmögliches möchte und wagt. Sie möchte in Oskars Labor arbeiten, einer absoluten Männerdomäne.

Diese drei Frauen sind die Hauptfiguren, dieses gelungenen neuen Hamburg – Romans von Lena Johannsen.

Eine interessante Kombination aus Zeitkolorit und Unterhaltung aus dem historischen Hamburg zum Ende des 19 Jahrhunderts. In der u.a. Mönckeberg erster Bürgermeister ist, Lichtwark Direktor der Kunsthalle wird und Hertz Senator ist. Voller wunderbarer, sympathischer Hauptfiguren und einem gut unterhaltendem Plot. Ich habe diesen Roman mit großer Freude gelesen und einiges gelernt. Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung.

(Katrin Gesterding)

Leseprobe

Informationen:
  • Stand: Februar 2021
  • Aufbau Taschenbuch – broschiert- 428 Seiten
  • Preis: €12,99
  • ISBN: 978-3-7466-3704-4

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