Die geliehene Schuld

Ein Roman von Claire Winter

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Nachkriegsdeutschland im Sommer 1949, die Zeit des Parlamentarischen Rates. Immer wieder werden junge Leute, die sich einen Neuanfang herbeisehnen, mit den Folgen des Krieges konfrontiert. Die vier Hauptfiguren dieses Romans, Vera, Jonathan, Marie und Lina müssen erleben, wie ehemalige Kriegsverbrecher davon kommen, sich der Verantwortung entziehen und sogar hohe Ämter bekleiden werden, die Einfluss auf das gesellschaftliche Leben haben.

Jeder der vier Protagonisten hat Schreckliches erlebt und trägt seine Geschichte mit sich. Jonathan arbeitet an einer brisanten Reportage über ehemalige Kriegsverbrecher. Damit macht er sich eher Feinde als Freunde. Er kommt auf mysteriöse Weise ums Leben und hinterlässt seiner Jugendfreundin Vera Unterlagen mit der Bitte, die Reportage zu Ende zu bringen. Gleichzeitig hatte er Kontakt zu der Sekretärin Marie Weißenburg, aus dem Stab Adenauers, die wiederum  mit Lina  befreundet war, deren Familie im KZ ermordet wurde. Vera nimmt die Bitte ihres verstorbenen Freundes ernst und beginnt mit der Recherche. Diese Nachforschungen führen sie in die mächtigen Kreise der Geheimdienste.

Hinter diesem Cover verbirgt sich für mich eine richtige Überraschung. Spannend, gut recherchiert und absolut lesenswert.  Abgerundet wird diese Geschichte durch ein Personenverzeichnis, Landkarten sowie dem Kapitel:  Wahrheit und Fiktion.

(Katrin Gesterding)

Informationen:
  • Stand: Februar 2018
  • Diana Verlag – gebunden –  576 Seiten
  • Preis:  22,- €
  • ISBN: 978-3- 453-29194-2

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