Die wir liebten

Die beiden Brüder Edgar und Roman erleben die 70er Jahre in der niederrheinischen Provinz. Es scheint eine schöne Zeit zu sein, die Familie führt ein beschauliches Leben, doch man merkt schon hier und da, irgendetwas brodelt an der Oberfläche, irgendein Ereignis wird die Welt der Jungs erschüttern.
Und so kommt es, wie es kommen muss: Die Eltern trennen sich, die Dame von der Fürsorge und der Dorfpolizist bringen die Brüder nach einigen Geschehnissen in das nahegelegene Jugendheim. Somit beginnt dann das letzte Drittel der Geschichte, in welchem die schrecklichen Schatten der Nazizeit auftauchen und das Leben der Kinder bedrohen.

„Diese Coming-of-Age-Geschichte ist ein Sprung in einen kalten See. Wenn Edgar und Roman heraussteigen, ist die Welt eine andere. Ein Text, der kalte und heiße Gefühle weckt, eigene Erinnerungen kitzelt und in die Schatten hinter den braunen Möbeln blicken lässt. Bewegende Prosa. (Zitat NDR Kultur bei „Neue Bücher“)

Willi Achtens Figuren und viele Szenen bleiben einem dermaßen stark im Gedächtnis, dass ich diesen Roman allen mehr als empfehle. Wuchtig, gefühlvoll, authentisch, „Die wir liebten“ ist ein Gellschaftsroman, der alles wunderbar vereint. Sehr gerne hätte ich ihn bei unserer Lesezeit vorgestellt, aber „dank“ Corona müssen wir ja unsere Buchtipps unter anderem auf diesem Wege bewerben. 🙂

(Georg Schmitt)

Informationen:
  • Stand: Juni 2020
  • Piper Verlag
  • gebunden – 384 Seiten
  • Preis: 22,- €
  • ISBN: 978-3-492-05994-7
  • LINK zur Leseprobe

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