Feldpost

Mechthild Bormann ist für mich eine Autorin, der es immer wieder gelingt, historische Ereignisse der deutschen Geschichte in spannende Romane zu verpacken. Das ist ihr mit „Trümmerkind“, „Grenzgänger“ und „Der Geiger“ gelungen und ihren neuen Roman „Feldpost“ konnte ich auch nur schwer aus der Hand legen. Das Buch beginnt mit mit dem Café – Besuch von Cara, einer jungen Anwältin in Kassel. Eine ältere unscheinbare Dame nimmt an ihrem Tisch Platz, die auf der Suche nach einer Frau ist, der sie alte Feldpostbriefe überbringen will. Adele Kuhn hatte seit 1943, nach den verheerenden Bombenangriffen auf Kassel auf dem Bauernhof der älteren Dame gewohnt. Nach Kriegsende wollte Adele Kuhn zu ihrem Elternhaus in Kassel und ihre Habseligkeiten danach abholen. Sie ist aber nie wieder aufgetaucht. Die junge Anwältin schaut in die Feldpostbriefe, die an die damals junge Frau gerichtet sind und fängt an zu recherchieren. So beginnt 1935 eine spannende Zeitreise mit der Geschichte von den zwei befreundeten Familien Martens und Kuhn in Kassel. Einige Kapitel des Romans handeln von Cara, der jungen Anwältin bei ihrer Recherche, andere von den einzelnen Familienmitgliedern. Eine Geschichte von der frühen Machtübernahme der Nazis in Kassel, den Repressalien , Flucht, Vertreibung, Kriegsgeschehen, Haft und von einer Liebe unter erschwerten Bedingung. Ein wichtiges Dokument bei Caras Suche sind die Feldpostbriefe von einem Richard Martens, den sie versucht zu finden.

Absolute Leseempfehlung von mir.

(Margret Kroll)

Leseprobe

Informationen:
  • Stand: November 2022
  • Droemer Knaur Verlag – gebunden – 296 Seiten
  • Preis: 23,00 €
  • 978-3-426-28180-2

Bücherwurm der Buchhandlung am Sand