In einer Nische des Herzens

Manfred Ick, In der Nische des Herzens

Brian, im besten Mannesalter und Schauspieler – einer der besten (natürlich!), leider absolut verkannt, stolpert von einer hanebüchenden Situation in die nächste:

Nach einem Unfall im Hamburger Hauptbahnhof (vermutlich hat ihn ein Schauspielkollege auf die Gleise gestoßen, die Konkurrenz ist groß!), wird er von seinem Agenten mit einem Musiker-Duo (Klavier und Mundharmonika!) in den Osten geschickt, um dort, passend zur Musik, Karl May zu rezitieren. Seine Ex lädt ihm zusätzlich auch noch ihren gemeinsamen, geistig zurückgebliebenen, Sohn auf, zu dem er bis dato den engeren Kontakt eher vermieden hatte – und los geht’s!

Ein wunderbares, schräges (wunderbar schräges?) Roadmovie, wenn denn ein Buch auch ein Movie sein kann, beginnt. Voller humoriger, tragisch-komischer, absurder Situationen, die es laut Autor so oder so ähnlich in manchen Gebieten der Republik durchaus gegeben habe.

„In der Nische des Herzens“ ist einer der wenigen Romane, der bei mir während des Lesens gleich auch den dazugehörigen Film in Gang gesetzt hat. Es ist eines jener Bücher, aus denen mir zwischendurch immer mal Situationen und „Zitate“ einfallen – leider nicht 100%ig, drum müssen Sie an dieser Stelle vergeblich hoffen. Aber wenn Sie das Buch lesen, wissen Sie, was ich meine 😉

(Katrin Schmitt)

Informationen:
  • Stand: September 2018
  • mick Verlag – kartoniert – 312 Seiten
  • Preis: 10,- €
  • ISBN: 978-30005-9854-8

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