Kinder ihrer Zeit

Ein Roman von Claire Winter

Claire Winter, Kinder ihrer Zeit, Diana verlag, Random House

Rosa Lichtenberg flieht mit ihren Zwillingen Emma und Alice im Januar 1945 vor den nahenden Russen aus Ostpreußen. Alice erkrankt während der Flucht schwer und Rosa muss ihre kleine Tochter bei einer Bäuerin zurücklassen, während sie versucht mit Emma Lebensmittel zu ergattern.

Als sie zurückkommen, haben Russen das Dorf überfallen und abgefackelt. Rosa glaubt, dass ihre kranke Tochter umgekommen sei und flieht mit Emma nach West-Berlin, doch Alice wird von einem russischen Soldaten gerettet.

Sie lebt in Ost- Berlin, der Major, der sie gerettet hat, hält weiterhin seine schützende Hand über sie. Erst nach Rosas Tod treffen sich die beiden durch Zufall wieder. Die Differenzen scheinen unüberwindbar. Alice ist überzeugte Sozialistin und steht voll zum politischen System der DDR. Anfangs reisen sie noch vollkommen unbehelligt immer wieder vom Westteil Berlins in den Osten oder umgekehrt. In Ostberlin lernt Emma Julius Laackmann kennen und sie verlieben sich. Bald geraten die Zwillingsschwestern zwischen die Fronten des Kalten Kriegs.

Wie schon in den vergangenen Büchern erzählt Claire Winter aus verschiedenen Blickwinkeln, so dass wir die einzelnen Figuren kennen und verstehen lernen. Verpackt in eine gut recherchierte Rahmenhandlung, die uns Leser nicht loslässt – absolut lesenswert. (Katrin Gesterding)

Informationen:
  • Stand: November 2020
  • Diana Verlag-  gebunden – 570 Seiten
  • Preis: 20,- €
  • ISBN:  978-3-453-29195-0
Bücherwurm der Buchhandlung am Sand