Land sehen

Ein Roman von Husch Josten

„Du kannst nicht vielleicht glauben. Du tust es. Oder eben nicht“

Ein Anruf aus dem fernen Argentinien erreicht den Literaturprofessor Horand Roth unverhofft kurz nach Fronleichnam. Er stammt von seinem Patenonkel Georg, der seit 30 Jahren nach einem Familientreffen verschwand und von der Verwandtschaft fortan nie mehr erwähnt wurde. Georg, dieser lebenslustige junge Mann, der nichts ausließ, der dem jungen Horand die aufregendsten Gute-Nacht-Geschichten erzählte oder auf Mutters Klavier statt Klassik selbsterdachte schmissige, fröhliche Melodien spielte.

Und nun dieser Anruf – warum will Georg (mittlerweile „Bruder Athanasius“) seinen Neffen treffen? Was hat diesen Onkel überhaupt dazu gebracht, in einen der konservativsten katholischen Orden einzutreten? Und wie ist es möglich, dass dieser Onkel einen eigenen Bauernhof in der Eifel besitzt, obwohl den Mönchen Eigentum untersagt ist. Horand versucht, dem Leben und der Entscheidung seines Onkels auf die Spur zu kommen. Der Literaturprofessor begibt sich sogar für eine kurze Zeit ins Kloster Maria Laach…

In vielen Gesprächen über Religion kommt der Leser selbst ins Grübeln über Glauben und Unglauben. Im Laude kommen wir auch dem Grund des Familienzerwürfnisses auf die Spur. Das Ganze entwickelt sich zu einer berührenden Geschichte, welche in die deutsche Vergangenheit führt. Wer sich jetzt vor einem zutiefst traurigen Buch fürchtet, kann aufatmen: „Land sehen“ ist ein fantasievoller, oft humorvoller und doch nachdenklicher Roman, ich habe ihn mit viel Freude gelesen. Und: Jostens Story hat nicht zu viel theologisches, sondern es ist im Grunde ein Roman über zwei Personen die sich nach Jahrzehnten „über’s Gespräch“ wiederfinden!

(Margret Kroll)

LESEPROBE

Informationen:
  • Stand: 17. August 2018
  • Berlin Verlag – gebunden – 240 Seiten
  • Preis: 20,- €
  • ISBN: 978-3-8270-1379-8

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