Lügentochter

Ein Jugendbuch von Megan Cooley Peterson

Megan Cooley Peterson, Lügentochter, Magellan

Inhaltlich an „After the Fire“ von Will Hill erinnernd, hat mich der Roman von Ms. Peterson von Anfang an gepackt:

Auch „Lügentochter“ ist in abwechselnden Kapiteln „davor“ und „danach“ aufgeteilt. Das Davor beschreibt Pipers letzte Tage in einer Art Sekte, in der sie groß geworden ist, wobei nicht irgendeine Religion, sondern eher eine Regime-verneinende, -verachtende Lebensweise im Vordergrund stand. Ihr Zuhause steht auf einem ehemaligen Vergnügungspark-Gelände, fast sogar idyllisch anmutend mit Wald und See (sie schwimmt gern und gut). Sie wächst mit diversen Geschwistern und zwei „Tanten“ als Aufsichtspersonen auf, und es kam mir manchmal sogar vor wie bei „Unsere kleine Farm“, wenn die Kinder nicht so furchtbar ängstlich wären – etwas stört diese Idylle!

Das Danach schildert Pipers erste Tage in der Familie, in der sie nach ihrer Befreiung unterkommt, ihre Schwierigkeiten, sich einzufinden, die Sehnsucht nach ihrer alten Familie – und hat ihre Mama sie nicht immer vor den Menschen dort draußen gewarnt!?

Gespannt verfolgen wir, wie Piper die Puzzleteile ihrer Kindheit zusammensetzt, beginnt, Dinge zu hinterfragen, die bisher als absolutes Gesetz galten. Ein wirklich tolles Jugendbuch!

(Katrin Schmitt)

Informationen:
  • Stand: Februar 2021
  • Magellan Verlag – gebunden – 320 Seiten
  • aus dem Amerikanischen Englisch übersetzt von Sandra Knuffinke, und Jessika Komina
  • Preis: 17,- €
  • ISBN: 978-3-7348-5051-6
Bücherwurm der Buchhandlung am Sand