Mittagsstunde

Ein Roman von Dörte Hansen

Dörte Hansen, Mittagsstunde

Vermutlich falle ich jetzt bei meinem Mann und den Kolleginnen in Ungnade, aber ich finde, wenn sie bis heute diesen Buchtipp nicht an Sie weitergegeben haben, darf ich das ausnahmsweise in die Hand nehmen 😉

Ich möchte auch gar nicht so viel vorwegnehmen, zumal das Buch in den Medien bereits rauf und runter besprochen wurde – zu Recht!

„Mittagsstunde“ ist die Biografie eines Dorfes, wie wir es alle kennen, und sei es nur vom Duchfahren. Früher: gesunde (?) soziale Strukturen, ein Gasthof, in dem sich alles Wichtige abspielte, jeder wußte alles (aber keiner sagte es), diverse Bauernhöfe – Dorfleben eben. Heute: Tja, wir fahren halt nur noch durch, Bauernhöfe gibt es kaum mehr und die Landgasthöfe stehen größtenteils heruntergekommen an einer Duchfahrtsstraße. Mit Chance kommen jetzt die ersten Familien aus der Stadt zurück (vorausgesetzt natürlich, das Dorf liegt in Stadtnähe), aber im Großen und Ganzen gibt es diese Dörfer so nicht mehr, und der Leser schwankt permanent zwischen „Wie war es früher doch schön“ und „Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei“. GROßARTIG!

Natürlich geht es noch um viel mehr. Dörte Hansen wäre nicht Dörte Hansen, läge ihr nicht so viel an ihren Figuren, die sie auch in ihrem zweiten Buch wieder mit viel Wärme auf den Punkt beschreibt und die dem Leser allesamt ans Herz wachsen.

Ich kann dieses Buch einfach jedem, der gern liest, ans Herz legen (und wer sonst sollte sich auf unserer Seite bei den Buchtipps rumtreiben?)!

(Katrin Schmitt)

Informationen:
  • Stand: Oktober 2018
  • Penguin Verlag – gebunden – 320 Seiten
  • Preis: 22,-
  • ISBN: 978-3-328-60003-9

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