Real Americans
Die Geschichte erzählt von der Familie Chen – Lily, ihren Sohn Nick und ihre Mutter May – Das Werk erstreckt sich über Jahrzehnte und behandelt Themen wie Erbschaft, Einwanderung und die Erfahrungen von Amerikanern asiatischer Herkunft.
Lily ist eine unbezahlte Praktikantin kurz vor dem Jahr 2000, orientierungslos und ohne enge Freunde, als sie Matthew kennenlernt. Er ist reich und gutaussehend, und sie ist sich ihrer eigenen Identität nicht sicher, außer dass sie als chinesisch-amerikanische Frau in einem typisch amerikanischen Haushalt aufgewachsen ist. Zwanzig Jahre später befindet sich Lily mit ihrem Sohn Nick auf einer einsamen Insel an der Westküste – ohne Matthew, ohne Mutter und Vater. Während Nick sich an Universitäten bewirbt, kommen ihm Fragen zu seiner Familie und seiner Herkunft, doch die Antworten sind viel komplexer, als er sich hätte vorstellen können. Über drei Generationen hinweg, rund um den Globus und in historischen Momenten erleben wir, wie sich die Identität einer Familie entfaltet.
„Real Americans“ von Rachel Khong ist ein generationsübergreifender Roman, der die Komplexität von Identität, Klasse und Genetik in Amerika erforscht und immer wieder die Frage aufwirft, was es bedeutet, ein/eine „echter“ Amerikaner*in zu sein. Die Sprache ist fesselnd und die subtile Spannung lässt den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Wer mal wieder richtig Lust auf einen schönen, umfangreichen Schmöker hat, der ist hier genau richtig.
Laura Pawletko
Informationen:
- Stand: April 2026
- KiWi Verlag – Gebunden – 528 Seiten
- Preis: 24,-
- ISBN: 978-3-462-00572-1