Uns gehört die Nacht

Ein Roman von Jardine Libaire


Nach zweieinhalb Tagen mit Elise und Jamey muss man sich erstmal schütteln und tief Luft holen. Und dann gaaaanz langsam wieder im echten Leben ankommen.

Jardine Libaires „Uns gehört die Nacht“ übersetzt von Sophie Zeitz ist bei Diogenes erschienen und kam mir vor, wie  einer dieser  wilden obsessiven 80er Jahre Filme, mit allem, was dazugehört…. Liebe, Sex, Leidenschaft und von allem nicht zu knapp. Wild at heart, Betty Blue in diese Richtung ….

Zwei Menschen, mit komplett verschiedenem sozialen Hintergrund, die aufeinander prallen und nicht mehr voneinander lassen können. Koste es, was es wolle!

Elise Perez, eine junge Frau, die aus ihrem unerfreulichen Elternhaus geflohen ist und Jamey Hyde , ein Sprössling aus dem New Yorker Finanzadel wohnen im selben Haus in New Haven. Was zunächst als rein sexuelle Beziehung zwischen zwei Nachbarn beginnt, nimmt nach und nach unerwartete Formen an. Atemlos folgt man den beiden durch die Zeilen.

„Jamey bewundert die Sternschnuppen ihres Geistes, die pudrige Galaxie ihrer Gedanken. Elises Intelligenz ist anders sortiert, als seine. Sie liest nie mehr als ein paar Seiten eines Buchs, aber sie liebt es, darüber zu reden, was sie gelesen hat. Sie denkt in wilden Gärten, während er seine Gedanken am Spalier zieht, an einem Gerüst aus Einführung, These, Argumentation und Schluss.“

Wahrscheinlich ist das Buch nicht unbedingt für jeden etwas; sprachlich ist es sehr schön, oft fast poetisch, immer bildreich, aber eben auch hier und da recht „deutlich“…

Für mich war es in diesem Moment allerdings genau das richtige Buch!!!

(Katja Cebulla)

 

Informationen:
  • Stand: September 2018
  • Diogenes Verlag – kartoniert – 455 Seiten
  • Preis: 16,- €
  • ISBN: 978-3-257-30072-7

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