Wir holen alles nach

Ein Roman von Martina Borger

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Seit Jahren kümmert sich Sina alleine um ihren Sohn Elvis. Der Alltag, der alleinerziehenden Mutter ist durchgetaktet, doch seit sie Torsten kennt, ist alles entspannter und einfacher. Obwohl Torsten noch unter Verletzungen seiner Trennung leidet und sie verarbeiten muss, kommt er mit dem achtjährigen gut zurecht und Elvis mag ihn.

Ihre Nachbarin Ellen, eine Buchhändlerin im Ruhestand, die ihre kleine Rente mit Nachhilfeunterricht aufbessert, kennt auch Elvis. Ab und an springt sie ein und betreut das Schulkind. Die beiden verstehen sich gut, denn Ellen hat Zeit, Geduld und einen Hund. Als Sina in den Schulferien in eine Notsituation kommt, ihr Exmann sagt wieder einmal die Betreuung ab und sie beruflich weg muss, ist Ellen bereit auf Elvis auf zu passen. Elvis freut sich und die beiden haben eine schöne Zeit. Bis ihm etwas widerfährt und er nicht darüber sprechen kann und will. Ellen schaut genau hin und handelt. Ein fatales Netz aus Gerüchten spinnt sich um die kleine Patchwork-Familie und bringt diese ins Wanken.

Eine spannend erzählte Geschichte mit der permanenten Bedrohung sozialer Netze und Beziehungen, das normale Leben eben..
Dieses Buch, wurde mir im Frühjahr von unserer Vertreterin sehr ans Herz gelegt. Sie wusste, dass ich die früheren Romane von Borger / Straub (ein Autorenduo) sehr gerne gelesen habe. Ich wurde nicht enttäuscht, wie sie sehen. Der Roman ist sehr nah am Leben, der Schreibstil so angenehm, dass ich sofort in der Geschichte war und nicht aufhören konnte.
(Katrin Gesterding)

Informationen:
  • Stand: November 2020
  • Diogenes Verlag- gebunden- 295 Seiten
  • Preis: 22 €
  • ISBN: 978-3-257-07130-6

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