Zugvögel

Ein Roman von Charlotte McConaghy

Charlotte McConaghy hat es mit ihrem Debütroman „Zugvögel“, der von Tanja Handels ins Deutsche übersetzt wurde, geschafft mich komplett, ganz und gar, mit Haut und Haar zu fesseln. Das Buch war abenteuerlich und spannend, soo spannend, immer wieder sehr klug und nachdenklich und herzzerreissend, ja, mit Tränchen am Ende. Hach!

Die Geschichte spielt einen Hauch in der Zukunft, der Klimawandel hat bereits ein verheerendes Artensterben ausgelöst. Es geht um Franny, die den Flug der Küstenseeschwalben von der Arktis in die Antarktis begleiten möchte, da dies eine der letzten noch existierenden Vogelrassen ist. Sie stösst in Grönland auf den Kapitän eines Fischerboots und seine exzentrische Crew, der sie widerwillig mitnimmt, da sie ihm Fangerfolg verspricht, denn die Vögel werden dort entlang fliegen, wo noch Fische zu finden sind, was in Anbetracht der leergefischten Meere verheissungsvoll für ihn klingt. Die Fahrt wird abenteuerlich. Die Gewalt der Meere und die Ausmasse der Umweltzerstörung begleiten ihren Weg und Franny verfolgt einen bestimmten Plan, sie schreibt Briefe an ihren Mann, die sie nicht abschickt und nach und nach enthüllt sich ihre Geschichte durch zeitversetzte Rückblenden. Von Irland nach Australien und immer weiter, teilweise schlafwandelnd hat Franny mein Herz gewonnen und mich begeistert mitgerissen. Was für ein schönes Buch!

(Katja Cebulla)

 

Informationen:
  • Stand: September 2020
  • Fischer Verlag – gebunden – 400 Seiten
  • Preis: 22 €
  • ISBN: 978-3-10-397470-6
  • LINK zur Leseprobe

 

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