Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Ein Roman von Susanne Pàsztor

Susanne Pàsztor, Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Vater Fred und Sohn Phil, 13 Jahre, haben ein etwas angespanntes Verhältnis. Um seinem Leben mehr Sinn zu geben, hat sich Fred zum Sterbebegleiter ausbilden lassen. Sein erster Einsatz führt ihn zu der spröden und etwas eigenwilligen Karla. Sie hat voraussichtlich noch ein halbes Jahr zu leben und sie weiß genau was sie will: etwas menschliche Nähe. Ansonsten organisiert sie sich selbst. Fred ist total motiviert; vielleicht auch ein bisschen übermotiviert denn er stellt sich vor, wie schön es wäre, wenn Karla sich mit ihrer Vergangenheit, sprich ihrer Schwester, versöhnt. Er scheitert natürlich gnadenlos. Nur sein ebenso eigensinniger Sohn Phil darf sie noch besuchen, um ihre umfangreiche Sammlung von Konzertfotos (der Rockband The Greatfull Dead) zu archivieren.  Hausmeister Klaffki verschafft Fred zu einer zweiten Chance, indem er in einer schwierigen Situation die richtige Entscheidung trifft.

Das Thema Sterbebegleitung sowie das Vater-Sohn-Verhältnis hat Pàsztor so unglaublich empathisch, humorvoll und fast leicht erzählt, dass es einem ganz warm ums Herz wird. Es wirkt alles sehr authentisch, was wohl darauf zurück zuführen ist, dass die Autorin selbst seit mehreren Jahren Sterbebegleiterin ist.

Ein wunderbarer, sehr empfehlenswerter Roman.

(Katrin Gesterding)

LESEPROBE

Informationen:
  • Stand: 28. März 2017
  • Kiepenheuer & Witsch Verlag – gebunden – 286 Seiten
  • Preis: 20,- €
  • ISBN:  978-3-462-04870-4

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